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Nederlandse versie
Bond Van Handelaren In Oude Boeken

Sciagraphiam Liberae Venationis Germanicae Imprimis Verò Svevicae, Vulgo Die freye Pürst-Gerechtigkeit/ Favente Supremo Numine. …… Praeses Stephanus Christophorus Harpprecht, ……. Respondente Joh. Erhardo Kesselio, LL. Stud. Durl. Marchico. Ad diem Jul. Anno 1702. & De libera venatione speciatim Suevo-Memmingensi. Avctoritate Illvstris Ivreconsvltorvm Ordinis. Praeside Godofredo Daniele Hoffmanno. ……. Ad Diem V. Maii MDCCLIII, Dispvtabit Io. Gvilmvs de Sayler a Pfersheim, Memminga, Svevvs.

Author

Johann Erhard Kessel & Johann Wilhelm von.Sayler von Pfersheim

PublisherTübingen: Eitel - Erhard, 1702 & 1753
Edition
Weight260 gram
CF Lindner 11.0973.01; OCLC: 311096118; VD18 11386495-001
Keywords Forstrecht , Jagdrecht , Jagdpolizei, , Schwaben, Württemberg, Tübingen, Dissertation, Pfersee, Pfersheim, Jagd, Forst, Memmingen, Booser hart, Bosserhard, Birsch, Ordnung, Harpprecht, Lindner, Bibliotheca Tiliana
Booknumber 21144
Category's Old & Rare (18th Century)
Mental Sciences (Law)
Mental Sciences (Dissertations)
History & Archaeology (Europe)
History & Archaeology (15th Century)
History & Archaeology (16th Century)
History & Archaeology (17th Century)
History & Archaeology (18th Century)
Hunting (15th Century)
Hunting (16th Century)
Hunting (17th Century)
Hunting (18th Century)
Hunting (Germany)
Hunting (Ordinances & Orders)
Hunting (Birds)

8-vo (15,3 x 18,5 cm). 2 Werke in 1 Band. I: S. (2), 70, 20 + gef. Kupferstichkarte (18,5 x 27 cm) & II: S. 24. Moderner marmorierter Pappband, Rücken mit verg. Titel.


Dieses Buch enthält zwei zusammenhangende Jagdrechtliche Hochschulschrifte aus dem 18. Jahrhundert der Tübinger Universität. Die sehr seltene ältere, aus 1702, ist von Johann Kessel, der bei seinem Dissertation betreut wurde von Professor Ferdinand Christoph Harpprecht (zu Harpprechtstein) (1650 – 1714). Dieser war seit 1678 Professor an der Universität Tübingen, war Inhaber des Palatinats und ab 1688 1. Assessor am Hofgericht in Stuttgart. Ausserdem war er 7 Mal Rektor. Er war ein Vertreter der praktischen Richtung der damaligen Jurisprudenz (NDB VII, 695). Die Arbeit gibt eine geschichtliche übersicht in 25 Kapiteln von die Verordnungen bezüglich “die freye Pürst-Gerechtigkeit”, das freie Weidwerk, Jagd und Fischfang, und besonders bezüglich Schwaben, Memmingen und Bosserhard. Das Bosserhard (oder Booser Hart) war ein Gebiet weit um Memmingens Machtbereich, Ost-West zwischen die Flüsse Iller und Günz und Nord-Süd zwischen Babenhausen und Sontheim (das Gebiet wird auf der Karte beim zweiter Dissertation angezeigt). Für das Bosserhard gab es ein vielhundertjähriges Gewohnheitsrecht auf “freiem Birsch” (Pürsch, Pürst). Wo diese gebannt war, war Forst , d.h. die Jagd nur Berechtigten zugestanden. Schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts gab es nur wenige Bezirke in deutschen Landen, in denen die freie Jagd ausgeübt werden durfte. Eigentlich nur in der Landschaft Schwaben (jedenfalls was noch übrig war vom altem Herzortum Schwaben - Suevia) und da gab es sechs "freie Birsche", darunter das Booser Hart. Aber im Laufe des 15. Jahrhunderts gingen beträchtliche Teile des Memminger Birschbezirkes infolge der massenhaften Verleihung von Adelstiteln und Rechten unter Kaiser Friedrich II. in Privatbesitz über und dadurch der "freien Birsch" verloren. Die aufblühende Reichsstadt Memmingen wehrte sich dagegen, damit jeder Bürger sich an der freier Jagd beteiligen konnte, und auf dessen Bete konfirmierte Kaiser Maximilian im Jahre 1489 die Unantastbarkeit des Booser Hart als freier Birschbezirk. Doch gab es immer noch viele Streitigkeiten und um diese zu schlichten gab es von Zeit zu Zeit Birschkonferenze, von denen die erste im Jahre 1500. Immerhin wurde den Bürgern stets mehr Einschränkungen auferlegt und nach 1520 gab es eigentlich nur noch um Memmingen eine sehr beschränkte “freie Birsch “. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts konnte längst nicht mehr von einer ungehinderten bürgerlichen Jagdausübung die Rede sein. Die letzte große Generalkonferenz, bei welcher alle interessierten Herrschaften (die Klöster Ottobeuren, Ochsenhausen und Roth, das Fürststift Kempten, die Karthause Buxheim, die Herrschaften Boos, Babenhausen, Eisenburg, Mindelheim, Trunkelberg, Kronburg, Erolzheim und Zeil-Wurzach, Bürgermeister und Rat der Stadt Memmingen) vertreten waren, tagte am 28. Februar 1752 in Memmingen. Diese Ordnungen, Instructionen und Conferenz-Protocolle –von 1500 bis 1752 - werden ausführlich dargestellt in dem Appendix beim zweiten Dissertation. Mit der Aufhebung der reichsstädtischen Selbständigkeit Memmingens 1802/3 wurde auch der "freien Birsch" ein Ende gesetzt. (L. Mayr, Memminger Geschichtsblätter, 1914, 4,5,6). Das Promotionsdatum fehlt bei diesem Dissertation im Druck. Die seltene zweite Dissertation, aus 1753, von Johann Wilhelm von Sayler wurde betreut von Professor Gottfried Daniel Hoffmann (1719-1780). Dieser war Herzoglich Württembergischer Rat und Staats-Rechts-Lehrer an der Tübinger Universität. Er selbst wurde bei seinem Hochschulschrift “Observationes iuridicae miscellae” in 1739 betreut von Professor der Rechte Christoph Friedrich Harpprecht (1700–74), der Enkel obengenanntem Ferdinand Christoph Harpprecht. Der Enkel erhielt am 3. April 1727 den neu errichteten Lehrstuhl für würtembergisches Privatrecht, wurde 1729 herzogl. Rath und Hofgerichtsassessor und 1731 ordentlicher Professor der Rechswissenschaft an der Tübinger Universität. (ADB X, 618-9). Johann Wilhelm von.Sayler gehörte einer wichtiger Patrizierfamilie Memmingens. In 1549 hat Hieronimus Sailer Pfersee oder Pfersheim (jetzt ein Vorort Augsburgs) gekauft und seitdem schrieben seinen Nachkommen sich Von Pfersheim (A. Müller, Ortsgeschichte von Pfersee, Lechhausen, 1896). Die Arbeit behandelt das Schwabische Jagdrecht wie geltend für Memmingen und Umgebung, und bezieht sich wieder insbesondere auf dem Bosserhard. Der Appendix enthält – wie oben genannt - 10 “Waidwerck”- und “Jagd” -Instructionen, -Protocolle und -Ordnungen für das Gebiet aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Die Dissertation wurde auch aufgenommen als Dissertation XX in die Sammelarbeit von Johann Reinhard Wegelin “Thesaurus Rerum Suevicarum seu Dissertationum Selectarum Volumen Quartum de Rebus et Antiquitatibus Civitatum Imperialium in Suevia”, Lindau, 1760. Die schöne und detaillierte Kupferstichkarte von Johann Friedrich Rupf zeigt ein Gebiet um Memmingen von ca 20 x 30 km, ungefähr von Ottobeuren bis dem Ihler Fluss. Die Grenze des Bosserhards sind auf der Karte angedeutet. Aus der "Bibliotheca Tiliana" von Kurt Lindner, mit seinem Exlibris und dem kleinen Sammlerstempel auf der Rückseite von Titel und auf der letzter Seite der 2. Dissertation Titel- und letzte Seiten ein wenig gebräunt, aber komplett, fest gebunden und sehr gut erhalten, wie auch die Karte. Selten. Vollständige Titel der 2 Arbeiten: De libera venatione speciatim Suevo-Memmingensi. Avctoritate Illvstris Ivreconsvltorvm Ordinis. Praeside Godofredo Daniele Hoffmanno. Philosophiae Magistro Ivris Vtrivsque . Doctore Sacri Caesarei Palatii Comite Serenissimi Wvrtembergiae Dvcis Consiliario Ivris Pvblici et Fevdalis Professore Pvblico Ordinario. Pro Licentia Svmmos In Vtroqve Ivre Honores Rite Capessendi Ad Diem V. Maii MDCCLIII, Dispvtabit Io. Gvilmvs de Sayler a Pfersheim, Memminga, Svevvs. & Sciagraphiam Liberae Venationis Germanicae Imprimis Verò Svevicae, Vulgo Die freye Pürst-Gerechtigkeit/ Favente Supremo Numine. Annuente Amplißimo JCtorum Ordine Publicae ventilationi sistit. Praeses Stephanus Christophorus Harpprecht, U.J.D. Prof. Jur. Extra-Ordin. & Serenissimi Principis Hohenzollerensis Consiliarus. Respondente Joh. Erhardo Kesselio, LL. Stud. Durl. Marchico.

Prijs € 1500.00
    








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