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In-8vo ( 11,2 x 18 cm). (Bl. 3), S. 226. Halb-Leder, marmorierte Deckel, Rückem mit 5 vergoldeten Blumenornamenten und Marokkoleder Rückenschild.
Dieser Text war gemeint als Kinder-Lesebuch. Ursprünglich wurde es herasusgegeben in 1725 von Marteau, Köln. Danach gab es im 18. Jhdt mehrere Ausgaben: in 1763 und 1776 und 1781 von Monath (Frankfurt und Leipzig – “Josephs Pignata Merkwürdige Begebenheiten, von unzehligen Druckfehlern gereiniget und zum Behuf der Anfänger in französischer Sprache mit einer zulänglichen Phraseologie versehen. Neue Ausgabe durchgängig verbessert von Isaac von Colom, P.P. in Göttingen” und in 1786 und 1799 von Ernst Christoph Grattenauer, Nürnberg – “Les avantures de Joseph Pignata. Neu bearbeitet und mit einem vollständigen Register aller im Buche vorkommenden Wörter versehen von Konrad Mannert”.
Die Geschichte der verschiedenen Ausgaben des Pignata’s Abenteuer ist fast so variabel, grillig und kosmopolitisch wie die Pignata’s eigener Geschichte. Im Vorwort der ursprünglicher Kölnischer Ausgabe von Marteau in 1725 sagte der Herausgeber dass die Geschichte eine “Wort-für-Wort” Darstellung war von der Geschichte die Pignata selber erzählt hatte. Diese Geschichte wurde danach sehr beliebt und auch gebraucht als Kinder-Lesebuch (“für die Anfänger in der französischen Sprache”), damit sie vertraut wurden mit der französicher Sprache.
Kurz nach der Mitte des 18. Jhdts, wurde die Geschichte herausgegeben in einer besteckter Form, wie das ja öfters geschah in jener Ausgaben-Zeiten. Dabei wurde Pignata’s Geschichte gemischt mit “L'infortuné Napolitain, ou Les avantures du seigneur Rozelli” von Abbé J. Olivier das ursprünglich in 1704 in Amsterdam herausgegeben war von Desbordes.
Eine Augsburger Ausgabe von Conrad Heinrich Stage in 1768, verfasst von Johann Jakob Schatz, mit Paralleltitel “Avventure Maravigliose Interessanti Del Famoso Sigr. Giuseppe Cafardo Nobile Romano - Seltsame und merkwürdige Begebenheiten des sehr bekannten Römischen Edelmanns Joseph Cafardo” (mit deutschen Anmerkungen für junge Leuthe, die die italiänische Sprache vollkommen verstehen wollen) ist in wirklichkeit eine Übersetzung von Pignata’s Geschichte, wobei Pignata’s Name ersetzt wurde von Cafardo, und zugleich ein Teil der Geschte von “L'infortuné Napolitain” hinzugefügt ist (laut der BM-Katalog; siehe auch: Klopp: “Sentences, the Memoirs and Letters of Italian political prisoners”, Toronto, 1999, pp. 23-6).
S. 163- 226 mit Index aller der in diesem Buch vorkommenden Wörter.
Sehr seltene Ausgabe. Wir haben nur 1 Exemplar gefunden, alleine in Göttingen (Staats-Univ Bibl). Nicht in LOC, BM, BNF.
Oberes Teil des vorderes Gelenks mit Fissur, papierbedingt gebräunt, Titelblatt mit kleinem Loch, aber übrigens sehr schön.
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